Fackler des Monats 2021

  • Der Fackler des Monats Januar 2021 – Unser Jahresvorausblick

    Das Jahr 2020 war sehr ereignisreich und bleibt bei Weitem nicht nur positiv in Erinnerung. Wir haben die große Hoffnung, dass das kommende Jahr wesentlich besser wird. Wie das ungefähr ablaufen kann, haben wir euch in unserem Jahresvorausblick mal dargestellt. Viel Spaß beim Lesen und ein frohes Neues Jahr!

    Januar: Eilmeldung vom Südbadischen Fußballverband. Da ein reguläres Ende der Saison schon jetzt nicht mehr absehbar ist, greift der SBFV zu drastischen Maßnahmen. So wird veranlasst, dass die Saison online als eSports-Partien zu Ende gespielt wird. Die Partien werden dabei im best-of-eleven-Modus ausgetragen. Der FSG kommt dies sehr entgegen. Die Dauerzocker Jonas Riffler, Marcel Harder, Johannes Tzschoppe und Jannik Reichelt holen derart viele Punkte, dass am Ende die Relegation nur knapp verpasst wurde. Lediglich Daniel Matt verlor all seine Spiele. Da er keine Playstation besitzt, musste er aber auch mit seinem Commodore 64 zocken und hatte dementsprechend keine Chance.

    Februar: Nachdem der Lockdown abermals verlängert wurde, bietet die FSG auch wieder Gastronomie to go an. Im Grillhäuschen kann unter anderem kostengünstig das Bier abgeholt werden, das während der langen Fußballpause abgelaufen ist. Darüber hinaus werden klassische Sportplatz-Speisen zum Mitnehmen angeboten wie ein Kaviar-Süppchen mit Champagner-Creme, Wachtel-Spiegelei auf Rinder-Entrecôte oder gegrillten Hummer mit Safran-Kruste und Spargelspitzen. Gekocht wird diesmal nicht von Fuzzy, sondern von Lars Gamper, der stark unter der geschlossenen Gastronomie gelitten hat und sich das Sternekochen mal schnell selbst beigebracht hat.

    März: Der März beginnt mit einem Fitnessappell von Trainer Gino Radice. Da man nicht weiß, wann der Spielbetrieb weiter geht, schadet es sicher nicht, sich gemeinsam fit zu halten, da nur wenige etwas während der Pause gemacht haben. Leider kommt der Appel nicht ganz so an wie gewünscht: Julian Keller hat in der Zeit so viel gepumpt, dass seine spärlichen Beine nicht mehr das Gewicht seines muskulösen Oberkörpers tragen. Dazu war es Niklas Laible draußen zu kalt zum Joggen und er stieg spontan um auf das Laufband an der Kasse am Aach-Center, was aber lediglich mit einem Hausverbot endete. Und Fleischkäs-Markus kann leider gar nicht trainieren, da sämtliche Oberteile nicht mehr vollständig um seinen gewachsenen Corona-Bauch passen.

    April: Der April wird der Testmonat für Freundschaftsspiele unter erhöhten Corona-Schutzmaßnahmen. Die Mannschaften dürfen zwar Testspiele austragen, die Spieler müssen aber auf dem Platz eine Maske tragen und jederzeit den Abstand zum Gegner wahren. Die Masken stellen vor allem Nicolas Gohl und Dominik Schneble vor Probleme, da sie darunter permanent ihre Fahne vom Vorabend riechen müssen, was eindeutig leistungssenkend wirkt. Um den Abstand einhalten zu können, muss jeder Spieler einen überdimensionalen Hoola-Hoop-Reifen tragen, der den Abstand markiert. Das sollte man zumindest meinen, denn Torhüter David Fackler passte der Reifen eher wie angegossen…

    Mai: Um mehr Zwischenwettbewerbe zu kreieren und mehr Sponsorengelder zu erhalten, schließt sich der SBFV den FIFA-Methoden an. Man macht einfach aus allem einen Wettbewerb, so auch in diesem Jahr aus der Mai-Wanderung. Dabei muss jede Mannschaft, die einen vom SBFV organisierten Sponsor erhält, zeitgleich mit allen anderen Mannschaften aus der eigenen Staffel antreten und eine 15-Km-Wanderung absolvieren. Der FC Fisher Price Bodman-Ludwigshafen wird dabei letzter, da es in alle Richtungen nur bergauf geht und die Spieler unter Höhenangst leiden. Der SV Glanbia Orsingen-Nenzingen verläuft sich hingegen komplett im Nenzinger Forst. Die FSG BMW Auer Zizenhausen-Hi.-Ho.- läuft auf einen souveränen vierten Platz. Den Sieg holt sich die SG SAP B.A.T.-Kreenheinstetten, da es hier im Gegensatz zu den Häflern nur bergab ging.

    Juni: Im kommenden Jahr wird auf jeden Fall wieder ein Mannschaftsausflug stattfinden. Zwar sind die Grenzen noch immer geschlossen und man sollte weite Reisen unterlassen, dennoch findet das Planungsteam eine ansprechende Lösung. Daher geht es für das Team für eine Woche in den stillgelegten Landgasthof Hirschen. Die Broschüre der Unterkunft hat uns überzeugt. Es gab schon Gäste, die sich so wohl gefühlt haben, dass sie sogar auf dem Cordon bleu eingeschlafen sind, Tanzveranstaltungen finden für unsere Tanzbären regelmäßig statt und wenn Kevin am meisten von allen trinkt, gibt es hier auch einen Bierkönig. Nachts gibt es zudem am Ortsausgang in Richtung Tuttlingen ab und zu eine spektakuläre Rotlicht-Show. Wer muss denn da noch in die Ferne schweifen…?

    Juli: Das Grümpelturnier findet endlich wieder statt! Nachdem nicht nur wir, sondern eigentlich alle unser Traditionsturnier vermisst haben, gibt es dieses Jahr einen neuen Rekord an Mannschaften, sodass das Turnier auch auf die Sportplätze in Hindelwangen und Hoppetenzell ausweichen muss, um die 147 Mannschaften unterzubringen. Wie jedes Jahr gelingt es Rainer Bühler, gerade noch so am letzten Tag alle Helfer zu organisieren. Wer Turniersieger wird, brauchen wir an dieser Stelle nicht erwähnen, die Glasbier Rangers sind es jedenfalls nicht…

    August: Die neue Saison geht los und vor allem reibungslos über die Bühne gehen. Die FSG erlebt einen katastrophalen Start und verliert die ersten drei Partien, weshalb das Trainerteam vor die Tür gesetzt wird. Erstmals in er Geschichte der FSG übernimmt eine Frau das Traineramt. Irmgard Thum wird neue Cheftrainerin! Keiner hatte unsere Herrenmannschaft bisher besser im Griff als die Klubhauswirtin aus Hoppetenzell. Auf dem Platz ist das nicht anders. Alles tanzt nach Irmgards Pfeife und prompt stellt sich der Erfolg ein, die Erste beendet die Hinrunde als Herbstmeister.

    September: Nachdem das Oktoberfest im letzten Jahr ausfallen musste, waren sich die Hoppetenzeller einig, dass kein Fest weniger Aufwand bedeutet als ein Fest. Daraufhin sagen sie auch für dieses Jahr das Oktoberfest ab. Die Hindelwanger springen aber in die Presche und organisieren spontan das Septemberfest. Im September ist es noch länger hell als im Oktober, was zwingend nötig ist, da das spärliche Flutlicht in Hindelwangen nicht als Festbeleuchtung ausreicht. Beim Septemberfest werden keine Dirndl und Lederhosen angezogen, sondern ganz klassisch Feinripp-Unterhemden und Leggings, und zwar auch für Männer.

    Oktober: Skandal bei der FSG. In einem Pressebericht des wie immer top informierten und knallhart recherchierenden Südkuriers wird veröffentlicht, dass bei der FSG Geld unterschlagen wird. Es wird berichtet, dass immer wieder dieselbe Person in die Kasse greift und das Geld bei sich einsteckt. Besonders viele Verluste wurden an der Grillhütte festgestellt. Der Reporter behauptet, er habe mehrfach einen gewissen Rainer B. dort zugange gesehen. Leider war das Budget des Südkuriers aber dann aufgebracht und es konnte nicht weiter recherchiert werden, da zu wenige Menschen Südkurier plus abonniert haben. Die Bravo Sport ermittelte weiter und deckte das harmlose Ende der Geschichte auf. Der verdächtige R. Bühler hat kein Geld unterschlagen, sondern hortet es schon seit Jahren unter seinem T-Shirt, um spätestens 2022 einen Kunstrasenplatz auf dem Sennhof bauen zu können. Nachdem Rainer B. im wahrsten Sinne auspackte, war er wieder gertenschlank.

    November: Das sportliche Fazit der Saison ist sehr durchmischt. Die Erste wird wie schon erwähnt zwar Herbstmeister, bei der Zweiten läuft allerdings gar nichts mehr zusammen. Fehlpässe, Eigentore, Slapstick-Einlagen, Schlägereien im Training, drei Trainerwechsel und der letzte Tabellenplatz, würde man den Jungs blaue Trikots anziehen, könnte man meinen, es wäre der FC Schalke 04… Besser läuft es bei den Damen. Nach dem verpatzten Aufstieg in der Vorsaison pflügen sie nur so durchs Feld. Torschützenköniginnen sind Jenny Veit und Nadine Muffler mit jeweils 137 Toren, danach folgt Svenja Benkler mit einem Tor. Die Dritte hat sich vom Spielbetrieb abgemeldet und trifft sich von nun an immer sonntags um halb elf zum Frühschoppen.

    Dezember: Die Weihnachtsfeier soll dieses Jahr etwas anders angegangen werden. Um die Kosten für Miete und Verpflegung zu sparen, organisiert Rainer Bühler eine Videokonferenz-Weihnachtsfeier. Das hatte zwar den Vorteil, dass man ihn bei seiner Rede stumm schalten konnte, aber sein Essen musste jeder dann doch selber kochen… bei der Tombola gewannen diejenigen die Hauptpreise, die den hübschesten Screenshot von sich machten. Gewinner gab es daher logischerweise keine, weshalb die Preise praktischerweise nächstes Jahr wieder benutzt werden können. Am Ende hebt Büh dann euphorisch sein Sektglas, blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, freut sich auf ein spannendes Jahr 2022 und verschluckt sich fast, als er merkt, dass sein Sekt alkoholfrei war.

  • Der Fackler des Monats Februar – Wetten, dass..? – FSG-Spezial

    Endlich ist es wieder soweit! Thomas Gottschalk zieht sich wieder seine Lockenperücke über und moderiert die TV-Show aller TV-Shows als FSG-Spezial. Für dieses Comeback kehrt er nach Ausflügen zu RTL und Pro7 wieder zur Seriosität zurück und wollte diese besondere Spezial-Show keinesfalls von einem Amateur wie Markus Lanz kommentieren lassen.

    Übertragen wird dieses FSG-Special den Coronabestimmungen gemäß aus der Heidenfelshalle in Zizenhausen, da dort die zugelassene Zuschauerzahl von 0 gut erreicht wird und alle Wetten durchgeführt werden können. Die erste Wette ist dann zugleich auch ein Weltrekordversuch:

    Wette 1: Der 120 Kilo alte Rainer Bühler aus dem Hinterland wettet, dass er es schafft, in einer freien Rede öfter das Wort „denn“ zu benutzen als es jemals einer vor ihm geschafft hat. Begleitet wird er bei der Wette von seinem Wettpaten, dem deutschen Lyriker Bushido, der ihm den Weltrekordversuch nicht zutraut. Doch Bühler legt gut los: „So denn, denn fangen wir mal an, denn nach dem Auftritt, denn kann ich gleich ans Büffet, denn hol ich mir erstmal ein Wienerle, denn trinke ich ein Bier, denn gibt’s ein Fleischkäsbrötle, denn…“ usw. Nach fünf sehr zähen Minuten ist es geschafft, der Weltrekord wurde mit 153 „denns“ erreicht und die Wette gewonnen!

    Wette 2: Der 15-jährige Nicolas Gohl aus Hindelwangen wettet, dass er jede Biersorte der Welt anhand des Zischens beim Öffnen erkennen kann. Sein Wettpate, der Bierkapitän Richard Bier, traut ihm das allemal zu. Los geht es mit dem ersten Bier. „Tusker aus Kenia!“ antwortet eher wie aus der Pistole geschossen. Beim zweiten Bier zögert eher etwas länger. „Ich schwanke zwischen Ratskrone und Oettinger, da sind die Unterschiede minimal. Ratskrone macht zschschsssh beim Öffnen, Oettinger dafür zschschshss.“ Am Ende entscheidet er sich leider falsch. Quilmes aus Argentinien und Presidente Pilsener aus der DomRep erkennt er ohne Probleme, beim Rothaus Tannenzäpfle unterläuft ihm aber wieder ein Fehler und er verliert die Wette.

    Wette 3 – die Außenwette: Der in die Jahre gekommene Daniel Matt aus Zizenhausen wettet, dass er nach einer Joggingeinheit mehr wiegt als davor. Die Wette findet als Außenwette bei Daniel zu Hause statt, Wettpate Markus Ellenberger hat sich über die Gegebenheiten vor Ort informiert und ist sich sicher, dass Daniel die Wette gewinnt. Zum Start der Wette läuft Daniel bei sich zu Hause los, gönnt sich aber in der Garage noch ein schnelles Powerbier. Da er zu Beginn ein hohes Tempo an den Tag legt, macht er beim Marci vorne schon die erste Pause und genehmigt sich ein Zwischenbier. Da er anschließend den Schulbuckel nicht hoch schafft, gibt es zur Stärkung in der Metzgerei noch einen Wurstsalat to run. Wenn er eh schon da ist, kann er auch grad noch ein schnelles Bier beim Andre nehmen. Frisch gestärkt fliegt er den Berg hoch, allerdings wartet auf dem Sennhof der nächste Gerstensaft. Das geht dann immer so weiter bis er zwei Stunden später zu Hause ankommt und mit einem Feierabendbier die Wette abschließt. Zu Beginn zeigte seine Waage 94,1 Kilo an, nun sind es 94,7 Kilo, er hat somit die Wette gewonnen.

    Musikact: Als kleine Auflockerung der Show und zur Beruhigung nach diesen spektakulären Wetten gibt es zwischendurch den Musikact von Niklas Laible, der der grölenden Menge an den TV-Geräten sein neues Wurstsalat-Lied präsentiert.

    Wette 4: Der nie erwachsen werdende Kevin König wettet, dass er es schafft, aus 5 Metern ein Scheunentor nicht zu treffen. Sein Wettpate Mario Gomez glaubt nicht daran, für ihn ist es unmöglich, ein leeres Tor aus kurzer Distanz nicht zu treffen. Kevin legt aber gleich gut los. Mit dem ersten Schuss schießt er eine Studiolampe kaputt, beim zweiten geht ein Fenster zu Bruch. Nur beim Dritten muss er kurz zittern, doch der Ball springt von der Türkante wieder raus. Er gewinnt die Wette somit souverän.

    Wette 5 – Die Kinderwette: Der ca. 40 Jahre alte Lars Gamper wettet, dass er es schafft, einen Fußball barfuß fester zu schießen als ein Bundesligaprofi. Zugegeben, die Wette hört sich dann doch sehr unrealistisch an und würde in echt wohl nie so stattfinden, daher konnte auch kein Bundesligaprofi gefunden werden. Daher übernimmt für den Profi einer die Rolle, der sich mit Barfußaktivitäten bestens auskennt: Elmar Städele. Beide liefern sich ein hartes Duell mit Schüssen um die 130 km/h, daher entscheidet der letzte Schuss. Lars Gamper hat aber Pech, sein zu langer Zehnagel schlitzt den Ball auf und der Schuss ist ungültig, Elmar hingegen ballert den Ball in Rekordgeschwindigkeit aufs Tor und gewinnt das Duell!

    Wette 6: Die deutlich älter als 30-jährige Svenja Benkler wettet, dass sie es schafft, sämtliche Spezisorten am Geschmack zu erkennen. Als Wettpate fungiert Bill Kaulitz, der aber nur da ist, weil er ein neues Lied promoten will, die Produzenten aber lieber Niklas Wurstsalat-Lied hören wollten. Gleich die erste Spezi schmeckt ausgezeichnet, hat ein ideales Cola-Orange Verhältnis und einen feinen Nachgeschmack. Leider erkennt Svenja die Mezzo Mix aber nichts. Die nächste Spezi hat nicht so viele Blöterle und ist daher in ihren Augen etwas lahm, daher kommt sie nicht darauf, dass es der eigentlich so feine Libella Colamix ist. Schlussendlich liegt sie bei fast allen Spezisorten daneben, lediglich die Chemiebrühe von Gut&Günstig erkennt die Gourmet-Trinkerin, die ihr Fachwissen von sämtlichen Klubhäusern der Umgebung noch weiter auffrischen muss.

    Wette 7: Der 31-jährige David Fackler aus Windegg wettet, dass er es schafft, in kurzer Zeit so viel Blödsinn zu produzieren, dass mindestens ein Leser Muskelkater im Nacken vom Kopfschütteln bekommt. Da wird aber schnell klar, dass diese Wette nicht geeignet war, da sie viel zu leicht gewonnen wurde.

    Der Wettkönig:
    Jetzt kommt es auf euch an! Wer wird der oder die Wettkönig oder Wettkönigin des FSG-Spezials? Schreibt einfach euren persönlichen Wettkönig in die Kommentare (bei Facebook) und entscheidet mit, wer diesen ehrwürdigen Titel erhält!

  • Der Fackler des Monats März 2021 – Selbstinterview

    Ganz langsam aber sicher zeichnet sich allmählich die Rückkehr auf den Fußballplatz ab. Grund genug für unseren Fackler des Monats, sich mal wieder selbst zu interviewen. Viel Spaß dabei!

    FSG Online: Hallo David! Schön, dass du mal wieder Zeit für dich selbst hast, wirst ja sicher einiges zu tun gehabt haben während des Corona-Lockdowns?!

    David: Hallo mysteriöser Interviewer! In der Tat war ich sehr beschäftigt in letzter Zeit und wollte viele verschiedene Sachen ausprobieren. Dabei habe ich sogar zwei Sachen herausgefunden: Zum einen habe ich gemerkt, dass Bewerbungen heutzutage gar nicht mehr richtig gelesen und auf Echtheit geprüft werden. Zum anderen ist es ziemlich kompliziert, wenn man dadurch dann plötzlich als Chirurg arbeitet.

    FSG Online: Du musst echt aufpassen! Wenn du weiter so viel Blödsinn redest, wählen dich die Amerikaner noch als ihren Präsidenten. Aber weiter geht’s. Ist die Zeit ohne Fußball nicht wahnsinnig frustrierend?

    David: Total! Vor allem wenn man so sieht, dass gefühlt jeder dann nebenher ein Studium, Doktorarbeit oder ähnliches in der Zeit abgeschlossen hat. Und was war da im Vergleich mein prägendstes Erlebnis? Ich bin mit der Hand in der Prinzen-Rolle-Packung stecken geblieben und hab den Keks erst nicht raus gekriegt…

    FSG Online: Ist das nicht vor allem eine komische Zeit für euch Fußballer?

    David: Nicht nur für Fußballer. Wir leben in einer Zeit, in der unsere Nahrungsmittel voller Chemie, aber dafür unsere Kosmetikprodukte voller Avocado, Honig und Vitamine sind. Mit dem Sport ist es da ähnlich. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass es im Sport keine Lockerungen gibt bzw. dass da überhaupt Einschränkungen gab. Sport ist für mich eine Frage der Menschenwürde. Bei ganz vielen Leuten denken ich mir immer: Mensch, Sport würde dir gut tun…Stattdessen kriegt jeder Diabetes, weil er zu viel Candy Crush spielt…

    FSG Online: Wie haben sich denn deine Mitspieler die fußballfreie Zeit vertrieben?

    David: Ganz unterschiedlich. Niclas Brändle behauptet zwar immer, er würde angeln gehen, in Wahrheit saß er aber, als die Restaurants noch offen hatten, lediglich vor dem Fließband beim all-you-can-eat-Sushi. Jan Biller hat sich nochmal alle bisherigen Staffeln von „Game of Bones“ angeschaut, oder „Germanys next Topmodel“, wie es Pro7 nennt.  Bitter hat es allerdings Daniel Matt getroffen. Er hat in einer Tierdoku gesehen, dass es Faultiere gibt, die ihren Kreislauf beim Ausruhen so weit herunterfahren, dass sie versehentlich sterben. Seitdem hat er seine Sitzposition auf der Couch geändert.

    FSG Online: Wie lief denn die lange Pause für euch Spieler ab? Gab es Trainingspläne oder dergleichen?

    David: Der Trainer hat gesagt, wir sollen an zwei Tagen pro Woche laufen gehen. Also bin ich immer mittwochs um 23:59 Uhr aufs Laufband bis um 00:01 Uhr. Nachdem das beim Trainerteam aufgeflogen war, musste ich mein Vorgehen ändern. Ich habe mir dann vorgenommen, täglich 30 Minuten laufen zu gehen und jedes Mal, wenn ich nicht dazu komme, addiere ich die Zeit am nächsten Tag dazu. Das funktioniert eigentlich ganz gut, morgen zum Beispiel gehe ich 2 Wochen laufen.

    FSG Online: Das bedeutet, wenn du dich gesünder ernährt hättest, wärst du jetzt auch fitter?

    David: Hätte, hätte, Fastfoodkette… Sind wir doch mal ehrlich: Wasser dehnt sich bei Kälte aus und Menschen bestehen zu 80% aus Wasser. Was bedeutet das wohl? Ich bin nicht dick, mir ist einfach nur kalt! Zum Glück geht es aber nicht nur mir so. Beim Juke hat die Waage plötzlich 99 Kilo angezeigt. Das war ihm so peinlich, dass er sie einfach auf den Kopf gedreht hat, dann waren es wieder 66 Kilo.

    FSG Online: Gab es denn während der Zeit auch Kontakt zu Sven Zapke? Immerhin trainiert ihr ja gemeinsam die Zweite.

    David: Den gab es, ich war sogar mal bei ihm daheim und er hat sich einen Papagei zugelegt. Das Vieh hat einfach nicht den Schnabel gehalten. Der Papagei war aber ganz süß. Allerdings hatten wir da unterschiedliche Ausrichtungen, wie wir unsere Mannschaft fit halten wollen. Aber da ist es dann so wie in einer Beziehung, da muss man Kompromisse eingehen und sich auf den Gegner einstellen….ähhh Partner, ich meine Partner!

    FSG Online: Die bisherige Saison der Ersten ist eher komplett zum Vergessen. Woran lag es denn, dass ihr so unter den Erwartungen geblieben seid?

    David: Ich will da die Schuld gar nicht auf die anderen schieben, jeder sollte da bei sich anfangen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich deswegen so viele Gegentore bekommen hab, weil ich Probleme mit den Augen habe. Das ist mir erst neulich so richtig bewusst geworden, als ich auf einer Wiese so lange einen Hasen beobachtet habe, bis er einfach weggeflogen ist… Dennoch war es bei manchen Spielern so, wenn man zu denen gesagt hat, sie seien selbstverliebt, arrogant und eingebildet, haben sie lediglich gefragt, ob das nicht Gotteslästerung ist…

    FSG Online: Wie könnt ihr denn diese Probleme in den Griff bekommen?

    David: Eine Möglichkeit wäre es, jedem Spieler im Training bei einem Fehler ein Glöckchen um den Hals zu hängen. Aber das wäre dann wahnsinnig laut auf dem Platz. Am Ende geht ohnehin nichts über hartes Training. Aber ich sehe es so kommen, Nico Gohl wird beim ersten Training so sehr schwitzen, da hat er hinterher noch Aquaplaning auf der Klobrille. Das war übrigens ein gutes Schlusswort, denn ich muss jetzt auch für kleine Affen…

    FSG Online: ???

    David: Makaken

  • Der Fackler des Monats April 2021 – Rückkehr auf den Fußballplatz – Kreisliga Starter-Pack

    Auch wenn es konkret noch keinen Hoffnungsschimmer gibt, wann wir wieder auf den Fußballplatz zurückkehren dürfen, so haben wir uns dennoch mal Gedanken gemacht, wie denn ein möglicher Trainingsstart nach dieser langen Pause aussehen könnte. Dabei sind wir auf einige Probleme gestoßen, aber seht selbst…

    Trikot passt nicht mehr
    Wer kennt das nicht? Neben der fehlenden Bewegung schmeckt das Essen zu Hause immer besser. Daher entsteht ein Ungleichgewicht, dass sich auf den Rippen ansetzt und sich optisch bemerkbar macht. Die Folge davon ist, dass vermutlich viele Spieler in Zukunft ihr Trikot in einer Nummer größer benötigen. Böse Zungen behaupten jedoch, dass bei dem Typ auf dem Bild das Trikot schon immer so eng anliegend war…

    Wie heißt du nochmal?
    Mittlerweile ist das letzte Training über ein halbes Jahr her. Viele Teamkollegen hat man daher schon mindestens so lange schon nicht mehr gesehen, sofern sie davor schon nicht regelmäßig trainiert haben, noch viel länger. Da kann es dann im ersten Training schnell passieren, dass es einem wie Christian Groß geht und seine Mitspieler als Massimo Schüpp anspricht.

    Bockelhirte Schuhe
    Kickschuhe pflegen ist wie Radschrauben nachziehen nach dem Reifenwechsel. Jeder weiß, dass man das machen sollte, und trotzdem passiert nichts. So muss halt jeder Kicker nach der langen Pause schauen, wie er wieder in seine Kickschuhe reinpasst, denn der Erfahrung nach sind sie meist steinhart. Da hilft dann nur noch ein Hammer zum weich klopfen…

    Veränderte Getränkevorlieben
    Ein Bier nach dem Training, ein Bier in der Halbzeit, ein Bier vor dem Spiel, die Zeiten vor Corona waren sehr hochprozentig. Doch auch das hat sich während des Lockdowns stark verändert. Zu Hause ist man dann doch zu faul, Bierkästen zu schleppen, daher gibt es nur Mineralwasser, für Draufgänger sogar auch noch mit Zitronenscheibe drin. Daher sind wir sehr gespannt, wie stark der Bierdurst noch ausgeprägt ist, wenn es wieder weiter geht.

    Stinkende Kicktasche
    Auch hier wird die Gewohnheit einigen zum Verhängnis. Vor allem bei den Spielern, die nicht mehr zu Hause bei Mutti wohnen, ist es oft so, dass die Kicktasche erst kurz vor dem nächsten Training ausgeräumt wird. Bei dem großen Zeitraum seit dem letzten Training werden sich da aber wohl einige Pilzkulturen und ein feines Düftchen entwickelt haben.

    Was labert der?
    Auch die erste Taktikbesprechung nach der Pause stellen wir uns schwierig vor. Da eh schon einige Spieler Probleme hatten beim Vokabeln lernen, war die Pause hierfür sicher kontraproduktiv. Viele werden dann bei Daniels und Ginos Ausführungen nur Bahnhof verstehen. Aber wenn man ehrlich ist und die Spiele der Hinrunde gesehen hat, war das wohl davor auch schon so…

    Zwei linke Füße
    Übung macht den Meister heißt es immer so schön. Aber was passiert ohne Übung? Qualitative Rückbildungsprozesse sind da wohl die Folge. Passfehler, stolpern über die eigenen Füße, sich selbst ausspielen beim Dribbling, die ersten Einheiten werden wohl sehr amüsant. Wobei, wenn man ehrlich ist, sah das davor bei ein paar Spielern auch schon nicht anders aus…

    Scherben bringen Glück!
    Nicht nur grad eben erwähnte Punkte bergen Gefahren, auch das verloren gegangene Ballgefühl beim Torabschluss hinterlässt Spuren. Pierre Berger zum Beispiel hat sich einen Ausrüstervertrag beim Fensterbauer seines Vertrauens gesichert, weil er schon Angst hat, dass sie Zielgenauigkeit seiner Mitspieler so gelitten hat, dass er um die Fensterscheibe seines Kinderzimmers fürchtet.

    Was ein Sch(w)eiß!
    Das allergrößte Problem wird aber definitiv die fehlende Kondition bei nahezu allen sein. Es wird daher nicht selten vorkommen, dass Spieler so verschwitzt aussehen wie der nette Herr auf dem Bild, und zwar nach dem Umziehen schon…

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