Fackler des Monats 2022

  • Der Fackler des Monats Januar 2022 – Ein Jahresvorausblick

    Zugegeben, es ist aktuell äußerst schwierig, möglichst präzise in die Zukunft zu blicken und konkrete Prognosen zu treffen, die dann auch so eintreten. Zum Glück versuchen wir das gar nicht erst, sondern stellen einfach gleich abstruse Vermutungen an. Und wer weiß, vielleicht stimmen genau diese Voraussagen ja tatsächlich. Also lasst euch überraschen, was das Jahr 2022 so bringt, oder auch nicht bringt…

    Januar:
    Es geht gleich sportlich los. Durch die vielen Feiertage werden die Infiziertenzahlen erst mit Verzögerung gemeldet und ein paar Tage lang sind die aktuellen Zahlen daher sehr niedrig. Der Südbadische Fußballverband nutzt dies sofort aus und kündigt am 3. Januar morgens an, dass die ausgefallenen Spiele vom Dezember nachgeholt werden. Gespielt wird am 3. Januar um 17 Uhr. 8 Stunden Vorbereitungszeit werden ja wohl reichen, Spiele unter Woche sind im Amateurbereich ja ohnehin kein Problem und die Anstoßzeit ist sowieso sehr arbeitnehmerfreundlich. Ein bisschen Spontaneität kann man ja wohl auch erwarten. Eine Woche später wird dann die Saison wieder unterbrochen. Unsere Damen bekommen von alldem nichts mit und verpassen auch ihr erstes Spiel, da sie noch immer auf ihrer Hütte sind, keinen Empfang haben und noch niemand heim fahren darf…

    Februar:
    Die FSG gründet eine eigene Firma, die FSG GmbH und Co KG. Ziel des Ganzen ist es, die verlorenen Millionen, die während der Coronapause flöten gingen, wieder rein zu holen. Dabei hat die FSG ebenso wie zwei Singener Vereine den Charme des Amateurfußballs erkannt und verpflichtet mit dem Erlös gleich 11 neue Stürmer, die der Kreisliga entsprechend mit Geld überhäuft werden. Teilweise sind darunter sogar Stürmer aus der Regionalliga, da Spieler aus der Oberliga nicht dem gewünschten Niveau auf dem Sennhof entsprechen. Doch mit was verdient die FSG-Firma denn ihr Geld? Die Antwort ist recht simpel: Die FSG stellt in ihrem neuen Grillhäuschen während der Coronapausen Verkehrsampeln her. Diese erleben gerade in Stockach Hochkonjunktur. An der Anschlussstelle Stockach West werden nochmal sechs Ampeln aufgestellt, an Stockach Ost drei weitere und am Rißtorf-Kreisel werden auch noch 8 errichtet. Da das für 2021 von der Stadt versprochene Flutlicht allerdings auch noch nicht gemacht wurde oder versehentlich im Osterholz montiert, wird auf dem Sennhof solange auch mit Ampeln überbrückt.

    März:
    Neuigkeiten von der Bundesregierung: Der Amateurfußball darf wieder spielen, allerdings zunächst noch unter Auflagen. So gilt für Spieler und Schiedsrichter die 1G+++ Regelung, für die Zuschauer die 1PBB+ Regelung, für den Rasen die 2CMGeteilt-Regelung, der Klubhauswirt braucht ein polizeiliches Führungszeugnis und der Stadionsprecher eine Gesangsausbildung der Kategorie 3. Was die ganzen Abkürzungen bedeuten, weiß mittlerweile ohnehin keiner mehr und alle wollen nach wie vor nur eins: einfach kicken…an der frischen Luft…in der Kreisliga…mit 30 Leuten am Spielfeldrand…und wo man noch nie von einem Infektionsherd gelesen hat… Und da das auch wirklich alle so sehnsüchtig wollen, rollt der Ball, der selbst auch einen Mundschutz braucht, endlich wieder. Allerdings nie weiter als 20 Meter, das ist sonst ein unerlaubter Weitschuss, der zu viele Viren schleudern würde…

    April:
    Die FSG springt nun endgültig auf den Social Media Zug auf. Mit dem neuen TikTok-Kanal werden zukünftig alle Altersgruppen erreicht und die Followerschaft steigt auf 3,4 Millionen. Zwei in Vollzeit angestellte Mediengestalter übernehmen nun die Pflege der Accounts und tanzen den Viewern in schöner Regelmäßigkeit das Alphabet vor. Doch damit nicht genug. Die FSG geht auch mit ihrer eigenen Daily-Soap auf Sendung. Zizenhausen Tag&Nacht wird der Renner bei den 12-13-Jährigen und erreicht Einschaltquoten auf dem Heimatsender Arte von bis zu drei Zuschauern, die dabei zusehen, wie Julian Keller-Fröhlich oberkörperfrei den Rasen mäht oder wie sich Markus Ellenberger in der In-Kneipe Avia ein Fleischkäsbrötle bestellt. Aber was tut man nicht alles, um die Jugend vor der Glotze zu halten…

    Mai:
    Wenigstens eine ältere Tradition bleibt uns 2022 erhalten, nämlich die guten alten Maistreiche. Nahezu jeder aus der FSG-Familie gibt sich dabei größte Mühe, den besten Streich zu spielen. Den Anfang mach Christa Bühler, die die Trikots der ersten Mannschaft zu heiß wäscht, sodass sie am Ende nur noch Jason Bernhard passen. Da Nicolas Gohl derzeit recht leichten Zugang zu Altmetall hat und sich auch mit Schweiß gut auskennt, verschweißt er in einer Nacht und Nebelaktion die Tore auf dem Sennhof neu und macht sie deutlich größer, damit er sie auch mal regelmäßig trifft. Den erfolgreichsten Streich spielt aber Julian Keller-Fröhlich, der als Hauptdarsteller für das FSG-Fernsehen oberkörperfrei den Stockacher Kunstrasen mäht, damit das endlich auch mal gemacht wurde.

    Juni:
    Auch dieses Jahr ist ein Mannschaftsausflug im eigentlichen Sinne noch nicht möglich. Daher wird improvisiert und eine mehrtägige Campingreise auf die Sportplätze der Region unternommen. Erster Halt auf der Tour ist das Klubhaus in Rengetsweiler. Alteingesessene wissen da ohnehin noch, dass es gar nicht erst ein Fußballspiel braucht, um in dieser Holzhütte ein paar schöne Stunden zu verbringen. Zweiter Halt ist das Sportgelände in Zoznegg. In den Kabinen werden Mehrfachstockbetten errichtet, weil sie nebeneinander kein Platz gehabt hätten. Nächste Station ist dann der Sportpark zwischen Orsingen und Nenzingen. Dort brechen wir allerdings ganz schnell wieder auf, da die Hygienestandards nicht passen, weil dort zuvor schon jemand in die Kabine gekotet hat. Das gibt eine schlechte Bewertung bei ab-in-den-urlaub.de Besser wird es dann bei der letzten Station in Hattingen. Zwar ist die Aussicht durch den Nebel sehr eingeschränkt, aber bei der Abschlussfeier wird im Umkreis von 30 Kilometern immerhin keiner gestört außer höchstens ein paar Rehe.

    Juli:
    Endlich findet das Grümpelturnier wieder statt. Um allen Standards aber gerecht zu werden, wird das Turnier dieses Jahr via Zoom ausgetragen. Beim Elfmeterschießen trifft sich eine Mannschaft immer bei einem Mitspieler im Wohnzimmer und schießt parallel zur gegnerischen Mannschaft auf die Webcam ein. Die Mannschaft, die zuerst kein Bild mehr sendet, gewinnt das Spiel. In den Rundenspielen läuft das anders ab. Turnierleiter und Technikexperte Dietmar Heilmann hat mittels künstlicher Intelligenz Sensoren entwickelt, die jeder Spieler zu Hause anzieht. Die Bewegungen werden dann auf ein digitales Spielfeld übertragen und ein Spiel simuliert. Den Turniersieg holt sich auch dieses Mal Juventus Deus, da sich die „Jungen“ Götter mit der Technik am besten auskennen.

    August:
    Öfter mal was Neues…damit man in der neuen Saison etwas werten kann, was für den SBFV das Hauptkriterium darstellt, findet gleich im August ein Miniturnier statt. Alle 15 Mannschaften treffen sich auf dem Sportplatz des SV Winterspüren, um auf neutralem Geläuf einen Blitzturniersieger zu ermitteln. Der große Platz in Winterspüren wird daher in 7 Felder aufgeteilt. Auf jedem Feld spielen zwei Teams 1:23 Minuten lang gegeneinander, so lange, bis jeder einmal gegen jeden gespielt hat. Der Turniersieger, der ja absolut neutral und repräsentativ die beste Mannschaft hat, wird im Falle eines Saisonabbruchs aufsteigen, der schwächste steigt ab. Turniersieger wird am Ende der FC Wahlwies, weil er auf den kleinen Feldern bei jedem Spiel genügend Spieler zusammen bekommt. Den letzten Platz belegt der FC Bodman-Ludwigshafen, da die Spiele nicht lang genug sind, dass sie regelmäßig in der 95. Minute den Siegtreffer erzielen.

    September:
    Um dem Mitgliederschwund durch das Austreten einiger Spieler*innen aus den Vereinen während der vielen und langen Coronapausen entgegenzuwirken und ausreichend Mannschaften für die Ligen zu haben, erlaubt der Verband von nun an auch Mixed Teams. Die FSG wird dabei Vorreiter und geht direkt mit einer Mixed-Mannschaft ins Rennen, da sie sowohl bei der Ersten als auch bei den Damen keine eigene Mannschaft hinbekommen hätten. Gleich das erste Spiel wird ein großer Erfolg. Nach zwei Minuten geht das Team in Führung. Schneble dribbelt zunächst vier Gegenspieler aus und bedient anschließend Schneble mit einem schönen Pass in die Tiefe. Da Schneble schnell genug ist, wird der Torwart umkurvt und das Tor erzielt. Wer von beiden jetzt wer ist, sei mal dahingestellt. Auch Rainer Bühler lässt sich in diesem Zusammenhang wieder zu einem Comeback überreden, so kann er nun noch öfter mit den Damen bei ein bis x Getränkelängen fachsimpeln.

    Oktober:
    Ein Skandal erschüttert den Sennhof! Beim aufwändig renovierten Klubhaus wurde gepfuscht! Die Wände des Klubheims bestehen allem Anschein nach nur aus Lebkuchen. Rainer Bühler höchstpersönlich deckte diesen Schwindel auf, da bei ihm spätabends im Klubhaus zu viel Luft in der Magengegend war. Vor lauter Hunger und zu wenig Essen suchte er nach Alternativen. Eigentlich wollte er ein Stück Rigipsplatte herausbrechen und mit viel Ketchup probieren, dabei entdeckte er den Missstand. Bauleiter Robert Städele war über diese Entdeckung und den Essversuch Bühlers not amused. „Knusper, Knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“, fragte er aufgebracht. Nach einem all-you-can-eat-Abend und anschließendem Arbeitseinsatz wurden die Klubhauswände dann fachgerecht mit Matt-Würsten verputzt.

    November:
    Da ist es dann doch wieder soweit, die laufende Saison wird abgebrochen. Grund der Ursache sind Pollen, die im November verstärkt herumfliegen. Durch den Klimawandel fliegen die Pollen jetzt viel länger und intensiver. Gesundheitsexperten sprechen schon von der beliebiger-Buchstabe-aus-dem-griechischen-Alphabet-Variante, die besonders ansteckend ist. Damit sich diese Allergie nicht auf alle Spieler überträgt und gar mutiert zu einer Rasen-Allergie, wird der Spielbetrieb mindestens bis 2025 eingestellt. Meister wird dadurch der beim Vorturnier ermittelte FC Wahlwies, der FC BoLu tritt den Weg in die B-Klasse an.

    Dezember:
    Da die Pollen nur draußen fliegen, sind Veranstaltungen im Inneren erlaubt. Daher findet auch endlich wieder eine Weihnachtsfeier statt. Da man völlig überraschend merkt, dass im Klubhaus nun nicht mehr genug Platz für alle ist, wird die Feier wieder in die zu große Hoppetenzeller Halle verlegt. Trotz angedachten Endes von 3 Uhr nachts geht die Feier bis 10 Uhr morgens. Über die Geschehnisse wird aber wie immer der Mantel des Schweigens gehüllt. Im Anschluss an die Weihnachtsfeier gibt es zudem noch ein Helferfest für alle, die mal geholfen haben. Im Anschluss daran gibt es dann ein Helferfest für alle Helfer des Helferfestes. Anschließend gibt es ein Helferfest für alle Helfer des Helferfestes für alle Helfer. Da danach…ihr wisst schon…Beim letzten Helferfest steht dann Rainer Bühler ganz andächtig in einem viel zu engen FSG-Trikot und einem Sektglas in der Hand auf der Bühne, denkt an ein ereignisreiches Jahr zurück und wünscht alles Gute für ein hoffentlich normales Jahr 2023!

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